Ein Bericht für eine Akademie (2011)

Eine Erzählung von Franz Kafka

Jänner/Februar + September 2011: im Cubus, Kulturzentrum bei den Minoriten; Juni 2011: Stadttheater Klagenfurt; Juli 2011: Festival Artig-Klassisch, StradenMai 2012: Lurgrotte

Besetzung:

Rotpeter: Daniel Doujenis
Regie: Christian M. Müller

Kostüm: Vibeke Andersen
Video: Nick Gruber
Fotografie: Johanna Müller-Hauszer
Licht- und Tontechnik: Christian M. Müller, Vibeke Andersen
Technik: Hannes Reiter

Ein Bericht für eine Akademie ist eine Erzählung von Franz Kafka. Nach der Erstveröffentlichung 1917 in der Zeitschrift Der Jude (Herausgeber Martin Buber) erschien sie 1920 im Rahmen des Bandes Ein Landarzt.

Der ehemalige Affe namens Rotpeter legt einer Akademie einen Bericht über seine Menschwerdung vor, der als Geschichte einer erzwungenen Assimilation und als pädagogische Satire verstanden werden kann. Der Gegenstand des Berichts ist aber nicht, wie von der Akademie gewünscht, die Erinnerung an das äffische Vorleben, sondern die Schilderung des Anpassungsvorganges.

Im September 1908 und im April 1909 gab es in einem Prager Varieté Vorführungen eines dressierten Schimpansen mit dem Namen „Konsul Peter“. Es liegt nahe, dass Kafka daraus Anregungen zur vorliegenden Erzählung entnommen hat. Er hat sich im übrigen intensiv mit Brehms Tierleben und Fragen der Verhaltensforschung und des Sozialdarwinismus beschäftigt.

Elsa Brod, die Frau von Max Brod hat das Werk am 19. Dezember 1917 im Prager Klub jüdischer Frauen und Mädchen mit großem Erfolg vorgetragen.
Zu dem Bericht für eine Akademie existieren noch mehrere kleine Fragmente. Da ist eine skurrile Begegnung eines Erzählers mit Rotpeters Impresario, ein Gespräch Rotpeters mit einem Besucher und der Beginn eines Schreibens des (zeitweise verrückt gewordenen) ersten Rotpeter-Lehrers.