Alcina (2012)

Oper in 3 Akten von Georg Friedrich Händel

21.-24.5.2012, TTZ Graz

Musikalische Leitung: Marco Vitale
Regie: Christian M. Müller
Kostüme: Alexandra Poetz
Vocal Coaching: Margret Bogner

Besetzung
Alcina – Christina Stegmaier
Ruggiero – Eva Eiter
Brad Amante – Christoph List
Morgana – Antonia Zangger
Oberto – Anna Krasser
Oronte – Ulrich Braunegg
Melisso – Tomaz Kovacic

Oboe/Flöte: Georg Fritz, Katharina Humpel
Violine: Eva Lenger*, Marianne Schweitzer, Brigitte Kovacs, Christopher Roth, Clara Stadler-Wolffersgrün
Viola: Lucas Schurig-Breuss, Anna-Maria Gutschi
Violoncello: Angelika Hörtler
Kontrabass: Herbert Lang
Cembalo: Marco Vitale

Breakdance: Jure Perko und Yi Sheng Wang von Four Elements

Der Zauber der Oper – die Zauberoper

Händels Oper Alcina entstand in einer Zeit der Vernunft. Mit der beginnenden Aufklärung war die Thematik der Ritterromanzen nur noch für die Oper, für die Flucht aus der Realität, geeignet. Speziell in Maschinentheatern, die gerne regelrechte Opernspektakel veranstalteten, waren diese Stoffe dank der vielen Verwandlungen und übernatürlichen Szenen nach wie vor sehr beliebt. Die Opera seria in ihrer strengsten Form hingegen forderte eher historische Themen und Problemlösung durch Naturgewalten oder menschliche Einfallskraft anstelle des Übernatürlichen.
Das Sujet der Oper Alcina ist ein typisches Thema für eine Zauberoper. Man findet sämtliche Elemente, wie die magische Gestalt, die magische Aktion und die Auswirkungen des Zaubers. Wenn man die Anweisungen zu den einzelnen Szenen der Oper Alcina liest, findet man häufig Hinweise auf den Zauberpalast, oder die Zauberin Circe, sowie die Anweisungen für Donner und Verwandlungen. Als magische Aktionen kann man neben Donner und Blitz Szenenwechsel im ersten Akt, die Entzauberung Ruggieros durch den Zauberring, die Beschwörungsszene Alcinas im zweiten Akt, das Zerbrechen der Zauberurne, sowie Szenenwechsel und Zusammenbruch des Zauberreichs im dritten Akt angegeben.
Trotz der Kategorisierung als Zauberoper, ist ein großer Teil der Arien auf menschliche Gefühle gerichtet, die in den unterschiedlichsten Ausprägungen zu Tage treten. Dies ist ganz im Sinne der Affektenlehre des Barock, welche von der Musik forderte, Gefühle so auszudrücken, dass dieselben auch im Zuhörer ausgelöst werden.